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Mein Jahresbild: der Brief, das Board und was daraus wurde

  • 25. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Bei einer lieben Kollegin hab ich es zum ersten Mal gesehen: ihr persönliches Visionboard. Ich bin davorgestanden und war auf Anhieb fasziniert. Das Bild hat mich irgendwie eingefangen. So viele einzelne Ausschnitte, für sich genommen fast beliebig – und doch ist daraus ein Bild geworden, das eine ganze Geschichte erzählt. Fast wie bei einem Wimmelbild: Du schaust hin, entdeckst was, schaust noch genauer hin, entdeckst schon wieder was Neues.


Kurz danach hab ich mich für den Kurs meiner Kollegin angemeldet.


Losgegangen ist es aber nicht erst am Workshop-Tag, sondern schon vier Wochen davor – mit einem Brief. Ich hab mir selbst geschrieben, aus der Zukunft, ein Jahr voraus: was in diesem Jahr alles passiert ist. Danach hab ich wochenlang Zeitschriften durchforstet, Bildausschnitte herausgerissen und gesammelt – einfach das, was mich angesprochen hat, ohne zu überlegen, ob das jetzt zu meiner Zukunft passt oder nicht.


Klar war mir, dass ich noch ein paar Glaubenssätze überwinden musste – und ich wollte deshalb durch Portale bzw. Türen gehen. Das war so mein Bild von meiner persönlichen Weiterentwicklung, denn zu der Zeit steckte ich mittendrin. Aber genau diese Portale konnte ich nicht umsetzen, wie ich sie im Kopf hatte. Beim Erstellen selbst hab ich einfach intuitiv weitergemacht – erst im Nachhinein ist mir klar geworden, was daraus wirklich entstanden ist.


  • Moodboard mit Ausschnitten (Rohmaterial)
  • Moodboard, erweiterte Anordnung
  • Fast fertiges Mixed-Media-Werk
  • So viele Welten in einem Bild — und mittendrin die, die durch sie alle geht.

Die Entstehung des Jahresbildes: Übergang von der Portale-Idee zur Welle


Die Welle war da – und ich hab sofort gewusst, dass sie zu mir passt. So viel Kraft ist von ihr ausgegangen, dass mir klar wurde: Das bin ich. Ich bin diejenige mit dieser Kraft, mit dieser Naturgewalt. Das hat mir Angst gemacht – und mich gleichzeitig fasziniert, dass ausgerechnet ich diejenige bin, von der so viel Energie ausgeht. Es hat mich zumindest ein bisserl darin bestätigt, dass ich am richtigen Weg bin und dass da noch was Großes draus entstehen wird.


Und heute, Jahre später: Mittlerweile ist es drei Jahre her, dass ich mit der Idee gestartet bin, die die Welle beschreibt. Ich bin immer noch dabei – und langsam, aber sicher wird daraus wirklich so eine große Welle.


Seitdem mach ich mir jedes Jahr wieder so ein Bild – mein Jahresbild eben.


Auf der Rückseite des Bildes hab ich den Brief befestigt, den ich mir damals geschrieben hab. Am Jahresende les ich ihn immer wieder nach: was davon eingetroffen ist, was nicht – und warum. Das Bild hängt bei mir zuhause, und jedes Mal, wenn ich davorstehe, entdecke ich wieder was Neues darin. Genau wie beim Wimmelbild damals bei meiner Kollegin.


Manchmal frag ich auch andere, was sie in dem Bild sehen. Jedes Mal kommt ein Gedanke dazu, den ich vorher so nicht hatte – warum das so ist, und was das mit dir macht, wenn andere dein Bild deuten, erzähl ich dir hier.


Genau das macht dieses Bild für mich aus: Es ist nicht nur entstanden, es hat eine Bedeutung. Die Freude am Gestalten mit den vielen verschiedenen Materialien und das Nachdenken über mein Leben gehören für mich zusammen. Das eine ohne das andere wäre nur die halbe Geschichte. Erst gemeinsam machen sie sichtbar, was vorher nur ein Gedanke war.


Willst du mehr solche Einblicke? Ich zeig dir auf Instagram, was bei mir entsteht.

 
 
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